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    Gemeinsam für Frauen und Kinder: Kinderschutzbund und Frauenhaus starten neues Ehrenamtsprojekt

    Gemeinsam für Frauen und Kinder: Kinderschutzbund und Frauenhaus starten neues Ehrenamtsprojekt

    Sonstiges

    Gemeinsam für Frauen und Kinder: Kinderschutzbund und Frauenhaus starten neues Ehrenamtsprojekt 

    Niedrigschwellige Unterstützung soll Mütter entlasten und zum Schutz von Kindern beitragen 

    Gesucht werden Frauen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und über entsprechende zeitliche Ressourcen verfügen – beispielsweise Studierende, Rentnerinnen oder berufstätige Frauen. Der zeitliche Umfang soll flexibel gestaltet werden und beispielsweise zwei bis sechs Stunden pro Woche umfassen. 

    Infos zu dem Projekt: 

    Wenn Frauen mit ihren Kindern in ein Frauenhaus kommen, liegen häufig belastende und traumatische Erfahrungen hinter ihnen. Neben der professionellen Beratung und Begleitung durch die Fachkräfte besteht im Alltag immer wieder Bedarf an zusätzlicher Unterstützung. Hier setzt ein neues gemeinsames Projekt des Kinderschutzbundes Hochtaunuskreis und der Frauenhäuser im HTK an. 

    Geplant ist der Aufbau eines ehrenamtlichen Unterstützungsangebotes speziell für die Bewohnerinnen und ihre Kinder. Qualifizierte Ehrenamtliche sollen die hauptamtlichen Fachkräfte ergänzen und dort unterstützen, wo unkomplizierte und zeitnahe Hilfe im Alltag gebraucht wird. 

    „Ein gemeinschaftliches Projekt zwischen Kinderschutzbund und Frauenhaus gibt es bislang in dieser Form nicht“, erklärt der Kinderschutzbund Hochtaunuskreis. Mit dem neuen Angebot soll eine Lücke geschlossen und die bestehende professionelle Arbeit sinnvoll ergänzt werden. 

    Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Kinder und die Entlastung ihrer Mütter. Ehrenamtliche Helferinnen könnten beispielsweise stundenweise die Betreuung eines oder mehrerer Kinder übernehmen. Auch Unterstützung bei Hausaufgaben, gemeinsame Freizeitaktivitäten, Gespräche, gemeinsames Kochen oder die Begleitung zu Terminen sind denkbar. Darüber hinaus sollen bei Bedarf kleine Gruppenangebote, etwa aus den Bereichen Kreativität, Bewegung oder Entspannung, ermöglicht werden. 

    „Wir wollen mit niedrigschwelligen Interventionen Kindeswohlgefährdungen verhindern“, lautet das gemeinsame Anliegen. Denn die Belastungen, denen Frauen und Kinder nach Gewalterfahrungen ausgesetzt sind, wirken häufig auch im Alltag weiter. Durch eine zeitweise Betreuung oder andere alltagspraktische Unterstützung können Stresssituationen reduziert und Mütter in ihrer Erziehungs- und Handlungsfähigkeit gestärkt werden. 

    Damit das Ehrenamt den besonderen Anforderungen der Arbeit im Frauenhaus gerecht wird, ist eine umfassende Vorbereitung vorgesehen. Vor ihrem Einsatz nehmen die Helferinnen an mehreren Schulungsmodulen teil. Vermittelt werden unter anderem Grundlagen der Frauenhausarbeit, Wissen über häusliche Gewalt und mögliche Traumafolgen sowie die Themen Rolle, Haltung und Grenzen im Ehrenamt. Auch Schweigepflicht, Datenschutz, Sicherheit und Selbstfürsorge sind Bestandteil der Qualifizierung. 

    Das Frauenhaus wird zwei Schulungsmodule selbst übernehmen beziehungsweise dabei unterstützen. Der Kinderschutzbund möchte die Qualifizierung um weitere sozialpädagogische und psychologische Inhalte ergänzen. Auch nach der Schulung sollen die Ehrenamtlichen fachlich begleitet werden. Geplant sind regelmäßige Austauschtreffen beziehungsweise Supervision sowie feste Ansprechpersonen beim Frauenhaus und beim Kinderschutzbund. 

    Wichtig ist dabei eine klare Abgrenzung zur hauptamtlichen Facharbeit: Die Ehrenamtlichen übernehmen keine Beratung und keine Krisenintervention. Ihr Einsatz erfolgt ausschließlich in Abstimmung mit und mit Anbindung an das Fachpersonal. 

    Das Projekt soll nicht nur den Bewohnerinnen und ihren Kindern zugutekommen. Es bietet auch engagierten Frauen die Möglichkeit, ihre Zeit und Fähigkeiten sinnvoll einzubringen und einen konkreten Beitrag für Frauen und Kinder in einer besonders schwierigen Lebenssituation zu leisten. 

    Kinderschutzbund Hochtaunuskreis und die Frauenhäuser im HTK wollen mit dem gemeinsamen Projekt neue Wege gehen und professionelle Hilfe durch qualifiziertes Ehrenamt ergänzen – mit dem Ziel, Kindern mehr Stabilität zu ermöglichen, Mütter zu entlasten und Kindeswohlgefährdungen möglichst frühzeitig entgegenzuwirken. 

    Am 23.09.26 von 19-20 Uhr findet eine Infoveranstaltung zu dem Projekt statt.  

    Adresse: Dietigheimerstr. 24 in Bad Homburg. 

    Alle Interessentinnen sind herzlich eingeladen - mit der Bitte um vorherige Anmeldung unter: t.brendel@ksbht.de 

    oder 0176-40382587 

    Online seit 11. September 2026

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